Low-Level-Funktionen – die Basis für gutes Verstehen

Unsere Ohren sind der Empfänger für Sprache. Richtiges Verstehen passiert aber zwischen den Ohren. Unser Gehirn dekodiert, sortiert und verarbeitet alles Gehörte. Dazu sind viele verschiedene Grundfunktionen wichtig. Einige davon sind:

  • Die visuelle und auditive Ordnungsschwelle: die Fähigkeit, schnell aufeinander folgende optische und akustische Sinnesreize getrennt wahrzunehmen und in eine Reihenfolge zu bringen.
  • Das Richtungshörvermögen: die Fähigkeit, Richtungsunterschiede einer Schallquelle auf wenige Winkelgrade genau zu orten.
  • Die Tonhöhenunterscheidung: die Fähigkeit, rasche Tonhöhenunterschiede zwischen zwei aufeinander folgenden Tönen zu unterscheiden.
  • Synchrones Tapping: die Fähigkeit, wahrgenommene Reize möglichst schnell zu verarbeiten und in Bewegung umzusetzen.
  • Wahl-Reaktions-Zeit: die Fähigkeit, dank auditiv-motorischer Koordination bei der Entscheidung zwischen mehreren Möglichkeiten schnell und treffsicher zu reagieren.
  • Frequenz-Muster-Erkennung: die Fähigkeit, über Erkennung auditiver Muster in Tonfolgen die in der Höhe abweichenden Töne zu lokalisieren.
  • Zeit-Muster-Erkennung: die Fähigkeit, über Erkennung auditiver Muster in Tonfolgen die in der Länge abweichenden Töne zu lokalisieren.
Diese Fähigkeiten helfen uns Sprachlaute richtig zu erkennen, die Sprachmelodie, die Betonung und den Satzrhythmus zu erfassen, wichtige nutzbare Geräusche (meist Sprache) von störenden zu unterscheiden und zu trennen und auf das Gehörte richtig zu reagieren.
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