Der erste Ansprechpartner ist selbstverständlich Ihr Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Besonders in akuten Fällen ist eine unmittelbare medizinische Abklärung dringend notwendig.
Sind die konventionellen medikamentösen oder alternativen Behandlungsmethoden ausgeschöpft, so gibt es weitere therapeutische Möglichkeiten, sogenannte Gewöhnungstherapien oder Bewältigungstrainings. Diese Therapieansätze haben zum Ziel, den Tinnitus aus dem Zentrum der Aufmerksamkeit zu verdrängen.
Wenn Sie betroffen sind, konnten Sie sicher schon beobachten, dass das eigene Ohrgeräusch weit weniger lästig ist, wenn Sie entsprechend abgelenkt sind. Gerade in Ruhe wirkt Tinnitus am meisten störend.
Ein Schlüsselfaktor bei Gewöhnungstherapien ist demnach, die Töne und Geräusche selbst zu kontrollieren und sich im Gegenzug nicht von diesen kontrollieren zu lassen. Hierbei arbeitet man mit akustischen Trainingsgeräten, die durch ein sanftes, angenehmes Rauschen vom eigenen Tinnitusgeräusch ablenken. Ist zusätzlich eine Hörstörung vorhanden, verwendet man kombinierte Hörsysteme, die sowohl den Hörverlust ausgleichen als auch mit einer solchen Tinnitusfunktion ausgestattet sind.
Über die Hörtherapie hinaus werden bei einem ganzheitlichen Ansatz noch weitere Faktoren berücksichtigt. Deswegen bedarf es je nach Einzelfall einer engen Zusammenarbeit zwischen HNO-Ärzten, Hörakustikern, Audiotrainern, Krankengymnasten, Psychotherapeuten und weiteren medizinischen Fachgruppen.
Auch ein stationärer Aufenthalt in einem Tinnituszentrum kann entsprechend auf dem Weg zu einem besseren Leben mit Tinnitus helfen.
.
.
.