Tinnitus:

Was tun gegen das lästige Pfeifen

Der Begriff Tinnitus - auf Deutsch "Klingeln im Ohr" - bezeichnet die Wahrnehmung unangenehmer Ohrgeräusche. Diese Geräusche nimmt nur der Betroffene wahr, sie entstehen im Kopf der jeweiligen Person.

Ca. 40% der Bevölkerung nehmen im Laufe ihres Lebens diese Geräusche zumindest kurzzeitig wahr, 10-20% leiden chronisch, d.h. länger als 3 Monate darunter. Dabei können die Geräusche als Pfeifen, Rauschen, Summen oder Klingeln auftreten. Auch die Intensität kann variieren.

Wer derartige Ohrgeräusche wahrnimmt, sollte zuerst einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt befragen und die Ursache abklären lassen. Diese können vielfältig sein, unter anderem

  • Hörsturz
  • Stress
  • Schalltrauma
  • Ohrentzündungen
  • Mittelohrerkrankungen
  • Infekte
  • Tumor der Gehörnerven
  • Schwerhörigkeit
  • Probleme mit der Halswirbelsäule
  • Arterielle Probleme

Ist die medizinische Behandlung abgeschlossen und der Tinnitus dennoch weiterhin vorhanden, so gilt es, die Beeinträchtigung für den Betroffenen zu minimieren. Dazu gibt es viele Möglichkeiten, von Verhaltens- und Entspannungstherapien über Musiktherapien bis hin zu Tinnitusnoisern oder Hörgeräten.

Menschen mit Tinnitus leiden oft auch an einer Schwerhörigkeit. Bei mindestens 50% der Betroffenen liegt ein Hörverlust vor. Mittlerweile geht man davon aus, dass der Hörverlust eine direkte Ursache für den Tinnitus ist. Bei diesen Menschen ist eine Therapie mit einem Hörgerät sinnvoll. Das Hörgerät gleicht den Hörverlust aus und stimuliert die Sinneszellen des Gehörs in den geschädigten Bereichen. Oft werden alleine dadurch schon die lästigen Ohrgeräusche minimiert.

Sollte dies noch nicht ausreichen, gibt es die Möglichkeit, einen Tinnitus-Noiser in die Hörgeräte zu integrieren. Ein Tinnitus-Noiser funktioniert auf dem Prinizp der Ablenkung. Das heißt, positiv wahrgenommene, leise und beruhigende Schalleindrücke aus dem Hörgerät lenken die Aufmerksamkeit weg vom störenden eigenen Ohrgeräusch. Meist steht eine Vielzahl angenehmer Töne und Klänge zur Auswahl. So lernt das Gehirn, sich weniger auf den Tinnitus zu konzentrieren und mehr Klänge aus der Umwelt wahrzunehmen.

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